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Berge in Bulgarien

Bulgariens Gebirge – ein Panorama der wichtigsten Gebirgsmassive des Landes
Kurze Antwort 12 Min. Lesezeit

Bulgarien hat 37 Gebirgsketten, die meisten im Südwesten und im Zentrum des Landes. Das Relief prägen fünf Massive: das Balkangebirge (Stara Planina), Rila, Pirin, die Rhodopen und Strandscha. Der höchste Gipfel ist die Musala im Rila-Gebirge (2925 m). In den Bergen gibt es Nationalparks, UNESCO-Klöster, Gletscherseen und Skiorte – Borowez, Bansko und Pamporowo.

„Planinata e majka na Balgarija" – „Die Berge sind die Mutter Bulgariens." In einem Land mit vielfältigem Relief nehmen 37 unterschiedliche Gebirgsketten den größten Teil des Südwestens und des Zentrums ein. Das streifenförmige Relief verläuft von Ost nach West: Gebirgsmassive und Tiefebenen wechseln sich ab. Der westliche Landesteil ist gebirgiger als der östliche; zur Schwarzmeerküste hin senken sich die Berge und werden zu kaum merklichen Hügeln. Das Balkangebirge ist das längste; die übrigen sind kleiner an Fläche und Höhe, besitzen aber ebenfalls hohe, malerische Gipfel. Viele Hänge sind bewaldet und beherbergen Nationalparks.

Die wichtigsten Gebirgsmassive Bulgariens
Massiv Lage Höchster Punkt Höhe
Balkangebirge (Stara Planina) Von West nach Ost durch das ganze Land Botew-Gipfel 2376 m
Rila Zentralbulgarien Musala-Gipfel 2925 m – höchster Punkt des Landes
Pirin Südwestbulgarien Wichren-Gipfel 2914 m
Rhodopen Südbulgarien Goljam Perelik 2191 m

Welche interessanten Orte erwarten Reisende in Bulgariens Bergen? Was lohnt sich an ihren Hängen und an ihrem Fuß zu besuchen?

Das Balkangebirge (Stara Planina)

Der Botew-Gipfel im Balkangebirge (Stara Planina)

Bulgarien wird durch ein altes Gebirgssystem namens Hämus in zwei Teile geteilt. Es beginnt im Westen am Gipfel Kom nahe der serbischen Grenze und endet im Osten am Kap Emine an der Schwarzmeerküste. Das Massiv ist 555 km lang. Sein anderer Name ist Stara Planina, das Alte Gebirge. Es ist das größte und längste Gebirgsmassiv des Landes (eine Fortsetzung der Karpaten) mit einem langen Wanderweg.

Die Stara Planina ist eine eigentümliche geoklimatische Barriere: Sie hält die trockenen Nordwinde ebenso auf wie die warme, feuchte Luft aus dem südlichen Balkan. Ihre Gipfel sind hügelig und baumlos; in großer Höhe liegen grüne Wiesen, die man Poloninen nennt. Das Alte Gebirge hat sanfte Nordhänge und steile Südhänge. Etwa 20 Gipfel des zentralen Teils sind höher als 2000 m.

Die Sredna Gora ist ein Gebirgszug südlich des Balkans; ihr höchster Berg, der Bogdan, erreicht 1604 m. Der Fluss Tundscha entspringt in der Stara Planina, entlang derer auf großen Plantagen Rosen wachsen. Die Stadt Kasanlak stellt daraus das weltberühmte Rosenöl her.

  • Der Botew-Berg ist nach dem berühmten bulgarischen Dichter Christo Botew benannt. An ihm liegt ein sehr schöner Wasserfall, die „Rajsko Praskalo" (Paradiesdusche), 124,5 m hoch.
  • Schipka – ein 1326 m hoher Gipfel, der die beiden Landesteile verbindet. Ende des 19. Jahrhunderts fand hier eine bedeutende Schlacht zwischen Russland und der Türkei statt; ein Denkmal auf dem Gipfel ehrt die gefallenen Soldaten.
  • Die Belogradschik-Felsen mit ihren bizarren Formen erstrecken sich über 30 km. Sie ragen Dutzende Meter in den Himmel und tragen eigene Namen: „Adam und Eva", „Die Madonna", „Die Zwillinge", „Der Reiter", „Das Tor".
  • Die Hänge des Balkans nehmen die Nationalparks Balgarka und Zentralbalkan ein. Im Sommer fahren Erholungssuchende auf den Radwegen, im Winter Ski und Snowboard.
  • In der Nähe der Stara Planina wohnen Touristen in Gästehäusern, Chalets und Jagdhütten. Die Berge sind voller Karsthöhlen: In der Magura-Höhle (Rabischa) wurden prähistorische Felsmalereien gefunden.
  • Wer sich für die Geschichte und Natur des Balkans interessiert, sollte das Kloster Drjanowo – einen alten Tempel mit einzigartigen Fresken und Legenden – sowie die Karsthöhle Bacho Kiro besuchen.

Das Rila-Gebirge

Der Gipfel Musala im bulgarischen Rila-Gebirge

Dies ist ein Ort, an dem man die Schönheit und Geschichte des ganzen Landes sehen kann. Hier erheben sich die höchsten Gipfel Bulgariens sowie zahlreiche Klöster und Seen. Diese pyramidenförmigen Berge entstanden vor langer Zeit und haben eine vielfältige Landschaft: Felsen, Schluchten, Almwiesen und Gewässer. Rila ist die „Krone" Bulgariens.

Das Klima dieser Bergregion ist kontinental mit mediterranem Einfluss. Die wolkenverhangenen Gipfel des Rila sind atemberaubend. Das Rila-Hochland hat einen besonderen Charakter – ein Gefühl von Geheimnis und verlockender Unerforschtheit.

  • Der Berg Musala (80 km von Sofia) bedeutet aus dem Türkischen übersetzt „höher ist nur Gott". Auf dem Gipfel liegt ein Naturschutzgebiet.
  • Borowez ist ein bekannter Winterurlaubsort am Fuß der Musala. Im Winter kommt man hierher zum Skifahren, und im Sommer und Herbst brechen Bergsteiger zu den Gipfeln des Rila auf. An diesem Ferienort jagten die bulgarischen Zaren gern.
  • Das Witoscha-Massiv ist für die Einwohner Sofias sichtbar. Sie besteigen gern den Gipfel Tscherni Wrach (2290 m), zu dem 50 Wege angelegt sind. An den Hängen der Witoscha liegt ein Nationalpark mit Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren, für Ski und Höhlentourismus.
  • Touristen besuchen gern die Sieben Rila-Seen mit ihrem eiskalten Wasser. Die Region hat mehr als 180 Süßwassergewässer; hier leben Wölfe, Bären, Gämsen und Rehe.

Das Rila-Kloster liegt in den Bergen auf 1150 m Höhe. Es wurde im 10. Jahrhundert erbaut, und die UNESCO hat es in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Taras Rozgon

Gründer / CEO des Unternehmens

„Bulgariens Bergresorts sind nicht nur Erholung, sondern auch verständliche Immobilien: Bansko, Borowez und Pamporowo sind ganzjährig geöffnet. Bevor ein Kunde eine Immobilie in Hangnähe kauft, berechnen wir stets die vollen Betriebskosten – die Verwaltungsgebühr, Heizung und Instandhaltung außerhalb der Saison –, damit die Berge Freude bereiten und keine unerwarteten Kosten verursachen."

Das Pirin-Gebirge

Der Wichren-Gipfel – der höchste Punkt des bulgarischen Pirin-Gebirges

Der Pirin-Kamm südlich des Rila gilt als der schönste Bulgariens. Sein Name geht auf Perun zurück, den alten Gott, der die Blitze befehligte. Früher hieß das Gebirge Orbelos – „weiß wie Schnee". Der Pirin erstreckt sich 75 km von Nordwesten nach Südosten; von seinen 87 Gipfeln sind 60 höher als 2500 m.

Im Pirin ist es nicht so kalt wie in Bulgariens anderen Gebirgen – er liegt näher am Mittelmeer. Skifahren kann man hier von Dezember bis Mai, und im Sommer ist es wegen der geringen Menschenzahl still und ruhig.

Dieser Kamm hat seine Ursprünglichkeit am besten bewahrt. An den Hängen des Nationalparks Pirin wachsen dichte Nadelwälder, und auf den Felsen blüht das seltene Edelweiß. Sogar alte Gletscherspuren sind sichtbar – tiefe Schluchten und Täler. Zwei Bergrücken ziehen die Aufmerksamkeit auf sich: der Berg Dschano (auf dem der Legende nach der Gott Perun lebte), neben dem die Seen Popowo und Kremenski liegen, und der Dschangal an der Grenze zwischen Bulgarien, Griechenland und Nordmazedonien.

  • Der Gorno-Poleschansko-See ist der höchstgelegene See des Landes, auf 2710 m Höhe.
  • Der westliche Pirin ist wärmer und sonniger als seine übrigen Hänge. Hier wächst für seinen süßen Geschmack berühmter Wein; in Melnik kann man hervorragende bulgarische Weine probieren.
  • Einer der meistbesuchten Orte im Süden ist das Dorf Rupite am Fuß des erloschenen Vulkans Koschuh, wo die berühmte Seherin Wanga lebte und Ratschläge erteilte.
  • In Blagoewgrad finden Musik- und Maskeradenfestivals statt: das Diaghilew-Festival, das Blagoevgrad Southwest Festival und der Blagoevgrad Blues & Jazz Fest.
  • Ein Wintermärchen erlebt man in Bansko – einem Kurort am Fuß des Pirin, im Stil Schweizer Dörfer erbaut, mit vielen gemütlichen Hotels.

Eine der UNESCO-Welterbestätten ist das Biosphärenreservat im nördlichen Teil des Pirin. Es beherbergt die größte Rothirschpopulation Bulgariens und 116 Seen glazialen Ursprungs, von denen einige höher als 2000 m liegen.

Das Rhodopengebirge

Die bewaldeten Rhodopen – ein Symbol Bulgariens

Dies sind gewaltige Bergkämme von besonderer Form. Charakteristisch sind für sie Felsresiduen, die man „Widrazi" nennt – zahnförmig, kegelförmig oder tischähnlich. Die Rhodopen sind eines der Symbole Bulgariens.

Die Rhodopen beginnen in Griechenland, doch der größte Teil (80 %) liegt in Bulgarien. Sie gehören zum selben Gürtel wie die Alpen und der Himalaya. Die Hänge sind niedrig und mit Kiefern bewachsen; das Gebirge ist reich an Karstformationen – enge Täler, große Höhlen und ungewöhnliche Felsfiguren.

In den Rhodopen ist es fast das ganze Jahr warm, deshalb kommt man nicht nur im Winter, sondern auch im Frühling hierher zum Erholen und Sporttreiben. Sie sind ideal für Aktivurlaub: Wandern, Radfahren, Reitrouten. Die Skizentren Pamporowo und Tschepelare erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Die Rhodopen haben eine reiche Geschichte: Hier lebten Thraker und Römer. Die Region ist berühmt für ihre Schluchten und patriarchalischen bulgarischen Dörfer, in denen bis heute Volkshandwerk und Kehlkopfgesang fortbestehen. Orpheus, der Held alter Sagen, stammt aus diesen Felsen – hier liegt sein Heimatdorf Gela.

  • Im Norden der Rhodopen, in Plowdiw (am Fluss Mariza), steht das berühmte Aljoscha-Denkmal für den sowjetischen Befreiersoldaten.
  • Die Teufelsbrücke (erbaut 1518) ist die höchste Bogenbrücke Bulgariens mit einer einzigen Stütze in der Mitte, 45 m hoch.
  • Der Batak-See ist ein stimmungsvoller Ort zum Angeln und Campen mit klarem, smaragdgrünem Wasser; der See ist 20 m tief.
  • Das Batschkowo-Kloster am Ufer des Flusses Tschaja ist das zweitgrößte des Landes (gegründet 1083). Es besitzt eine reiche Bibliothek alter Bücher und Handschriften in Altbulgarisch und ist für den einzigartigen Honig aus seiner Klosterimkerei berühmt.
  • Die „Wunderbaren Brücken" sind große, von der Natur geschaffene Steinbögen.
  • Die Bujnowo-Schlucht – geheimnisvolle Höhlen von 16 km Länge. Hier verlief einst die Grenze zwischen Byzanz und Bulgarien; mittelalterliche Brücken über den Fluss Bujnowska sind mit malerischen Wasserfällen erhalten.
  • Der Wasserfall-Canyon – 46 Kaskaden unterschiedlicher Höhe, ein malerischer Ort für die Fotojagd.
  • Der Teufelsschlund und die Jagodina-Höhle sind Karsthöhlen von 8501 m Länge mit Formationen von majestätischer Schönheit.

Das Strandscha-Gebirge

Das Strandscha-Gebirge – ein Ort, an dem die Traditionen des bulgarischen Volkes bewahrt werden

Dies ist eines der größten Massive Bulgariens mit einer Fläche von über 3500 km². Das Gebirge erstreckt sich vom südöstlichen Bulgarien bis in die europäische Türkei, fast bis nach Istanbul. Es ist niedrig, mit abgerundeten Gipfeln. An den Hängen der Strandscha liegen viele kleine Dörfer mit eigener Kultur, Architektur und Folklore – ein Ort, an dem die Traditionen des Volkes bewahrt werden.

In der Strandscha kann man alte Zeugnisse der thrakischen Kultur und Religion sowie andere Funde aus der Vergangenheit sehen. Doch es ist nicht nur ein Freilichtmuseum: In einem riesigen Reservat stehen vielfältige Pflanzen und Tiere unter Schutz. Es gibt fünf Schutzbereiche, 14 Zonen mit besonderem Status und 8 einzigartige Naturobjekte.

  • Der höchste Punkt ist der Berg Goljama Woda (710 m über dem Meeresspiegel).
  • Auf dem Gebiet der Strandscha liegt das Reservat Silkossija mit einer Fläche von 120 km² und senkrechten Felsen bis zu 60 m. Bis ins 20. Jahrhundert war es ein Piratenversteck; heute leben hier mehr als 200 Vogelarten.
  • In der Strandscha sind Abschnitte unberührten Reliktwacholderwaldes erhalten – eines der Zentren der Biodiversität Europas, in dem viele seltene Pflanzen- und Tierarten leben.

Interessant! Nestinarstvo ist einer der alten Bräuche der Bulgaren: ein heiliger Tanz auf glühenden Kohlen, den die Gläubigen barfuß aufführen. Das Ritual verbindet Christentum und Heidentum und ist von der UNESCO als unschätzbares Erbe der Menschheit anerkannt.

Entdecken Sie die atemberaubend malerischen Berge Bulgariens und spüren Sie den wahren Geist des bulgarischen Volkes! Im Sommer erwarten Sie Wanderungen auf Waldwegen und klare Bergluft, im Winter Ski und Snowboard an den Berghängen.

Fragen und Antworten

Welcher ist der höchste Berg Bulgariens?

Der Gipfel Musala im Rila-Gebirge – 2925 m. Es ist der höchste Punkt nicht nur Bulgariens, sondern der gesamten Balkanhalbinsel.

Wie viele Gebirge gibt es in Bulgarien?

Das Land hat 37 Gebirgsketten. Das Relief prägen fünf Hauptmassive: das Balkangebirge (Stara Planina), Rila, Pirin, die Rhodopen und Strandscha.

Wo kann man in Bulgarien Ski fahren?

Die wichtigsten Skiorte sind Borowez und Witoscha (Rila), Bansko (Pirin) sowie Pamporowo und Tschepelare (Rhodopen). Die Saison im Pirin dauert etwa von Dezember bis Mai.

Welche Gebirgsstätten Bulgariens stehen auf der UNESCO-Liste?

Das Rila-Kloster im Rila-Gebirge und das Biosphärenreservat im nördlichen Teil des Pirin. Das Nestinarstvo-Ritual aus der Strandscha ist als immaterielles UNESCO-Erbe anerkannt.

Was gibt es in den Rhodopen zu sehen?

Die Teufelsbrücke, das Batschkowo-Kloster, den Batak-See, die Höhlen Teufelsschlund und Jagodina, die „Wunderbaren Brücken" und die Bujnowo-Schlucht. Unter den Ferienorten – Pamporowo und Tschepelare.

Wo liegen die malerischsten Bergseen?

Die Sieben Rila-Seen im Rila sind der bekannteste Ort; insgesamt gibt es in der Region mehr als 180 Gewässer. Im Pirin stechen die Seen Popowo und Kremenski hervor sowie die 116 Gletscherseen des Biosphärenreservats.

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