Die jüngsten Terroranschläge im Nahen Osten, in Afrika und Europa haben die Tourismusbranche schwer getroffen und viele Menschen veranlasst, nach alternativen und sichereren Urlaubszielen zu suchen. Experten gehen davon aus, dass 2016 deutlich weniger Touristen nach Ägypten, in die Türkei, nach Frankreich und Tunesien reisen werden als im Vorjahr.
Nach Angaben russischer Reiseveranstalter haben viele Touristen nach den Anschlägen im November in Paris und den Explosionen im März in Brüssel geplante Reisen in diese Länder abgesagt. Auch Reiseveranstalter aus den Niederlanden, Italien, Japan und China berichteten über eine Zunahme der Stornierungen. Laut The Wall Street Journal lag die Auslastung belgischer Hotels nach dem Anschlag bei nur 25%. In London sank die Auslastung um 24,7%, in Paris um 15,1%.
Die jüngsten Anschläge in Ägypten, Tunesien und der Türkei haben den Tourismussektor dieser Länder schwer geschädigt. Die Türkei litt zusätzlich unter dem Konflikt mit Russland und der vollständigen Schließung dieses Reiseziels für russische Touristen.
Vor dem Hintergrund dieser beispiellosen Ereignisse ist der Touristenstrom nach Bulgarien nicht zurückgegangen. Laut Tourismusministerin Nikolina Angelkowa zeigen die Daten örtlicher Reiseveranstalter, dass ausländische Urlauber ihre Winterbuchungen nicht stornieren. Sie erwartet für das laufende Jahr sogar die erfolgreichste Saison seit mehreren Jahren. Darauf deuteten der Anstieg der Frühbuchungen und 30% mehr für 2016 geplante Charterflüge hin.
Offenbar betrachten Touristen aus Europa und der GUS Bulgarien als ein preisgünstiges und sicheres Ziel für den Sommerurlaub.