Vor einigen Jahren erwarteten bulgarische Tourismus- und Immobilienunternehmen rund 450.000 russische Touristen. Im vergangenen Jahr empfing das Land bereits mehr als 650.000. Auch der Kindertourismus wuchs um 34 %, was für besonders günstige Erholungsbedingungen für Kinder spricht. Bulgariens Botschafter in Russland erklärte, das Entwicklungspotenzial steige von Jahr zu Jahr. Er betonte den Komfort: Viele Gäste können sich hier besser erholen als in ihrer Heimat. Russische Touristen loben Sauberkeit, freundliche Behandlung und ein breiteres Urlaubs- und Serviceangebot als in manchen weiter entwickelten europäischen Ländern. Der Botschafter verwies zudem auf vereinfachte Visa, die in etwa drei bis vier Tagen ausgestellt werden. Auch Immobilienkäufe gewinnen an Beliebtheit. Neue Wohnungen werden häufiger gekauft, als gebaut. Vielen Touristen fällt es leichter, einen Kaufpreis zu zahlen, als einen Neubau zu finanzieren.
Eine kürzlich bekannt gegebene Regelung erlaubt Urlaubern mit Schengenvisum die unkomplizierte Einreise nach Bulgarien. Wer das Land bereits besucht hat, kann Unterlagen für ein Mehrfachvisum einreichen. Genannt werden zwei Voraussetzungen: ein früheres Visum zur einmaligen Einreise und der Reisezweck Geschäft oder Tourismus.
Unter den beliebtesten Reiseländern liegt Bulgarien auf Platz drei hinter Deutschland und Griechenland. Der Ausbau des Wintertourismus erhöhte das Potenzial und die Besucherzahl. Bekannt sind bulgarische Weine, Joghurts und weitere Sehenswürdigkeiten. Auch der Pilgertourismus entwickelt sich gut.
Beliebtheit und Besucherzahlen Bulgariens wachsen jährlich. Nicht nur Russen, sondern Gäste aus aller Welt erholen sich hier gern. Für Russen ist besonders der Immobilienkauf interessant. Mit jeder Saison möchten mehr Menschen Apartments in Bulgarien kaufen oder andere Gebäude erwerben. Seit den 1990er-Jahren reisten viele Russen vor allem ans Schwarze Meer, häufig in die Ukraine oder nach Sotschi. Heute bevorzugen viele Bulgarien, das eines der interessantesten, schönsten und beliebtesten Länder bleibt.