Mehr als 20 Länder weltweit haben erfolgreich direkte ausländische Investitionen durch besondere Programme angezogen, die Investoren die Staatsbürgerschaft oder einen dauerhaften Aufenthalt gewähren. So gilt in Spanien seit mehr als zwei Jahren ein Gesetz, das Käufern von Immobilien ab 500.000 Euro einen Aufenthaltstitel ermöglicht. Unter den mehr als 850 ausländischen Investoren, die ein „goldenes Visum“ erhalten haben, sind rund 39% russische Staatsbürger.
In Portugal wurde kürzlich ein Gesetz verabschiedet, das die Mindestinvestition für ein „goldenes Visum“ von 500.000 auf 250.000 Euro senkt. Das Gesetz sieht außerdem einen Nachlass von 20% vor, wenn ein Ausländer spanischen Wohnraum in einer weniger gefragten Region kaufen möchte. Durch dieses Programm zog Portugal in 2 Jahren mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar an.
Vor diesem Hintergrund wird auch in Bulgarien intensiv über die Möglichkeit diskutiert, die Staatsbürgerschaft oder einen dauerhaften Aufenthalt im Gegenzug für Investitionen zu gewähren. Experten des bulgarischen Immobilienmarktes bewerten diese Perspektive positiv. Ihrer Ansicht nach würde dies die Nachfrage nach bulgarischen Immobilien ankurbeln und ausländisches Kapital anziehen.
Derzeit ist ein Aufenthaltstitel in Bulgarien beim Kauf einer Immobilie ab 300.000 Euro möglich. Diese Möglichkeit wird von Ausländern jedoch nur selten genutzt.