Die Antikrisenmaßnahmen der bulgarischen Führung führen zu weitreichenden Überlegungen zur Visapolitik. Diskutiert wird insbesondere die Ausstellung fünfjähriger Visa für russische und türkische Touristen, die zahlreich in die Ferienorte reisen. Vertreter des wachsenden Tourismussektors erwarten außerdem ein Prozent der gesamten Einnahmen für zusätzliche Auslandswerbung, um noch mehr Besucher in Bulgariens Ferienorte zu ziehen.
Bei den Gesprächen über längere Visagültigkeit und mehr Werbefinanzierung wurde für die nächsten fünf Jahre ein Wachstum des Touristenstroms um mehr als 10 % gegenüber den heutigen Werten berechnet. Dies soll die Auslastung bulgarischer Hotels um mehr als 20 % erhöhen und dem Staat pro neu anreisendem Touristen 1.000–5.000 Euro einbringen.