SOFIA, 12. November 2025 – Das bulgarische Parlament hat diese Woche den Entwurf des Staatshaushalts für 2026 in erster Lesung angenommen. Diese Nachricht wurde zum Hauptthema des Monats, da der Haushalt 2026 nicht nur ein Finanzplan ist, sondern ein historisches Dokument: Es ist der letzte Haushalt des Landes, der in bulgarischen Lewa nominiert ist. Er legt den Grundstein für das Leben des Landes im ersten Jahr nach dem Beitritt zur Eurozone.
Der Haushalt konzentriert sich auf zwei Hauptziele: die Anhebung des Lebensstandards der Bevölkerung und die Gewährleistung der makroökonomischen Stabilität, die für einen reibungslosen Übergang zum Euro am 1. Januar 2026 erforderlich ist.
Was bedeutet das für die Einwohner Bulgariens?
Die wichtigste Nachricht für die Bevölkerung ist eine deutliche Einkommenssteigerung, die den Inflationsdruck abfedern und die Bürger auf den Übergang zur neuen Währung vorbereiten soll. Dies ist vorteilhaft für die Bürger.
- Anhebung des Mindestlohns: Ab dem 1. Januar 2026 wird der Mindestlohn von 933 Lewa auf 1080 Lewa (ca. 552 Euro) angehoben. Dies ist die deutlichste einmalige Erhöhung der letzten Jahre und wird Hunderttausende von Arbeitnehmern betreffen.
- Rentenerhöhung: Es ist eine planmäßige Indexierung der Renten vorgesehen, die nach Zusicherungen der Regierung die prognostizierte Inflation übertreffen wird.
- Unterstützung der sozialen Sektoren: Die Ausgaben für Gesundheit und Bildung wurden erhöht, was zu Gehaltssteigerungen bei Lehrern und medizinischem Personal führen soll.
Was bedeutet das für Unternehmen und Immobilienkäufer?
Für Investoren, einschließlich derer, die einen Immobilienkauf planen, sendet der Haushalt 2026 ein klares Signal der Stabilität.
Steuerliche Vorhersehbarkeit:
Die Regierung hat die wichtigsten Steuersätze unverändert gelassen. Die Körperschaftsteuer (10 %) und die Mehrwertsteuer (20 %) bleiben unter den niedrigsten in der EU, was ein Schlüsselfaktor für die Anziehung von Investitionen ist.
Defizitkontrolle:
Das Haushaltsdefizit ist mit unter 3 % des BIP geplant. Diese strikte Einhaltung der Maastricht-Kriterien ist ein entscheidendes Signal an Brüssel und internationale Investoren, das bestätigt, dass der Übergang zum Euro nach Plan verläuft.
Warum ist das gerade jetzt wichtig?
Die Annahme dieses Haushalts ist das letzte "grüne Licht" auf dem Weg zum Euro. Durch die Erhöhung der Einkommen der Bevölkerung stimuliert die Regierung die Binnennachfrage, auch auf dem Immobilienmarkt. Gleichzeitig garantiert sie durch die Aufrechterhaltung der Haushaltsdisziplin den Investoren, dass ihre in Lewa gekauften Vermögenswerte ohne wirtschaftliche Erschütterungen zuverlässig in Euro umgetauscht werden.