Laut offizieller NSI-Meldung vom 24.06.2026 stieg der Häuserpreisindex in Bulgarien im ersten Quartal 2026 um 6,2 % gegenüber dem Vorquartal und um 14,8 % im Jahresvergleich. Das ist ein Index der Preisänderung registrierter Haushaltsgeschäfte — nicht der Durchschnittspreis pro m² und keine Marktprognose.
Quartalswerte der Städte laut NSI: Burgas +5,9 %, Sofia +5,8 %, Varna +4,0 %, Plovdiv +3,9 %. Amtliche Statistik trennt messbare Dynamik von Angebotspreisen und von privaten Prognosen.
Preisentwicklung nach Stadt und Wohnungsart
| Stadt | Gesamt | Neubau | Bestand |
|---|---|---|---|
| Sofia | 16,0% | 16,2% | 15,8% |
| Plovdiv | 8,8% | 1,9% | 15,2% |
| Varna | 13,2% | 4,5% | 17,0% |
| Burgas | 17,7% | 25,8% | 13,0% |
Das NSI berechnet den Gesamtwert einer Stadt als eigenständigen Index, nicht als einfaches Mittel aus Neubau und Bestand. Eine städtische Prozentzahl lässt sich nicht auf eine einzelne Wohnung übertragen: Der Index nennt weder den Grund der Änderung noch den Stand eines konkreten Neubaus, Act-16-Status oder die Liquidität des Objekts.
Markterwartungen zu Beginn des Jahres 2026
Im Januar 2026 meldete BTA die Einschätzung eines Analysten: 5–10 % Preisanstieg landesweit und 8–12 % in Sofia. Das ist eine zugeschriebene Marktprognose, keine NSI-Daten und kein bestätigtes amtliches Ergebnis. Eine Jahresprognose und ein Quartalsindex „Jahr zu Jahr“ sind nicht direkt vergleichbar: unterschiedliche Horizonte, Methoden und Messobjekte.
Praktisch sinnvoll ist es, Stadt und Kaufziel festzulegen und nur wirklich vergleichbare Objekte gegenüberzustellen. So hilft die amtliche Statistik, die richtigen Fragen zu stellen, ohne ein Versprechen künftigen Wachstums abzugeben.
Quellen
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